Freitag, 11. Januar 2019

Skifahren bis zur Aufgabe

Am Mittwoch kam der Schnee, viel Schnee.
Als Rentner hat man ja meistens Zeit, so bin ich am Freitag nicht allzu spät los Richtung Erzgebirge. Die Richtung stimmte, aber ich kam erst mal nicht an. Noch in Waldbärenburg auf der 170 war Schluss. Ich entschied nach Rehefeld zu fahren, kam aber nicht hin. Obwohl in Schmiedefeld Rehefeld ausgeschildert war, bin ich an einer Baustelle geendet. Dort wird im Pöbeltal ein Hochwasserrückhaltebecken gebaut, die Straße soll mal in einem Tunnel durch den Staudamm führen. Über Falkenhain bin ich dann noch zum ehemaligen Grenzübergang in Zinnwald gekommen. Auf deutschem Gebiet war gespurt, der Schnee war herrlich und ich hatte das richtige Wachs gewählt. Der Kammweg auf tschechischer Seite war nicht gespurt, aber die Langläufer hatten schon eine Spur gezogen.


Es hat Spaß gemacht und ging zügig voran bis zur Horská Chata Mikuláška.
Ab da war keine Spur mehr. Trotzdem bin ich weiter in der Hoffnung, das weiter unten dann wieder gespurt ist.
War aber nicht. Neuschnee etwa 1 m, bin immer bis über die Knie eingesunken trotz Ski. Bergauf dann 2 Schritt vor, einer zurück. Das ganze bis zum Bahnhof von Moldawa.


Vom Grenzübergang Neurehefeld wollte ich nach Rehefeld ins Tal und dann wieder nach Zinnwald hoch.
Der bekannte Weg war aber auch nicht gespurt, nach 50 m bin ich umgedreht und wusste nicht, was ich machen soll. War total fertig. Habe meinen Studienkumpel in Altenberg angerufen, der ist dort Bürgermeister. Der hat mir erst mal eine Standpauke gehalten,von wegen Katastrophensituation. Ich könnte nur zurück, wie ich gekommen bin. Der öffentliche Verkehr war außerdem eingestellt, also nix Bus. Er hätte mich auch abgeholt, war aber schon in einem Geschäft und habe 50 € geboten für den, der mich nach Altenberg fährt. Das kann nur einem total erschöpften (Rentner) passieren.
Bin dann gut wieder zu meinem Auto gebracht worden. Etwas leichter durch die Fettverbrennung und das gelehrte Portmonee.
In Zukunft werde ich wohl kehrt machen, wenn die Spur aufhört!