Dienstag, 3. Oktober 2017

Verlängertes Wochenende im Harz

3.Oktober, Dienstag, Tag der Deutschen Einheit, Feiertag. Bot sich geradezu an, eine Mehrtagestour zu machen. Das Wetterstudium verhieß nichts Gutes, trotzdem sind wir am Sonnabend bei Sonnenschein in Dresden Richtung Harz los. Der Himmel bedeckte sich zusehends. Es blieb aber trocken.
Wir sind direkt nach Stollberg im Harz gefahren und uns bleib der Mund offen, die ganze Stadt recht und links der Straße wunderbar erhaltene (restaurierte) Fachwerkhäuser.


Danach ging es zum Luftkurort Neustadt im Harz auf den Campingplatz am Fuß der Burg Hohnstein. Liegt alles auf der Südseite des Harzes. Wunderschöner Ort, herrliche Landschaft in Buchenwäldern und ein schönes Burgrestaurant, mit einer Terrasse Richtung Westen. Schöne Sonnenuntergänge garantiert, wenn das Wetter mitspielt.

Sonntag sollte der schönste Tag sein, also ging es nach SChierke und anschließend zu Fuß auf den Brocken.
Das Referendum in Katalonien war der krasse Gegensatz zum am Dienstag folgenden Tag der Einheit in Deutschland.
Natürlich mussten wir feststellen, das viele Andere die gleiche Idee an diesem Sonntag hatten.
Der Brocken ist Nationalpark und auf Tafeln versuchte man zu erklären, warum der Borkenkäfer nicht bekämpft wird. Uns erschließt aber nicht, wie sich in diesem folgenden Chaos ein Wald regenerieren kann.


Montag wollten wir um Neustadt eine Wanderung machen, es regnete. Dann ließ es nach, um nach 30 min. wider anzufangen. Wir kamen natürlich klitschnass zurück.

Nach weiterem Rumhängen mit Mittagsschlaf, sind wir am späten Nachmittag auf Richtung Ilfeld. Wir sahen viele Schirmpilze in allen Entwicklungsstadien.


Vorbereiteter Meiler, wird im kommenden Frühjahr angezündet.
wir kamen zur Wehrkirche nach Wiegersdorf und anschließend nach Ilfeld, Tor zum Harz


Auf dem Weg sahen wir viele Feuersalamander.

Am eigentlichen Tag der Deutschen Einheit regnete es in Neustadt weiterhin ununterbrochen. Ich vermutete Regen im Gebirgsstau, also sollte auf der Nordseite des Harzes die Sonne scheinen.
So war es dann auch, in Wernigerode war strahlender Sonnenschein, Fachwerkhäuser so weit man schauen kann.



Schloß Wernigerode und Blick auf die Stadt.

Thale haben wir dann rechts liegengelassen, wegen zu großem Andrang und sind direkt weiter nach Quedlinburg.
Nach Stollberg im Harz und Wernigerode dachten wir, eine Steigerung ist nicht mehr möglich. Weit gefehlt. Quedlinburg besteht fast nur aus Fachwerkhäusern und alle (die meisten) wunderschön restauriert.
Im Stadtmuseum ist eine Fotoausstellung "Das Quedlinburg der 70ger und 80ger Jahre", da wird einem deutlich, dass die Einheit spät, aber noch nicht zu spät kam. Ende der 80ger fehlt dann selbst das Geld zum Abriss, zum Glück.