Mittwoch, 8. November 2006

Madeira 2006

Wir hatten uns kurz entschlossen, Ende Oktober eine Woche Urlaub auf Madeira zu machen. Madeira, die Blumeninsel soll im Frühjahr am schönsten sein, aber blühen tut es das ganze Jahr über.
Geflogen sind wir von Dresden mit Air Berlin via Nürnberg nach Funchal. Dort wurden wir mit einem Kleinbus abgeholt und zum Hotel gebracht, etwa 45 Minuten Fahrt der Küstenstraße entlang ans westliche Ende von Funchal. Die Autovermietung wartete schon um uns den Mietwagen, einen roten Ford Fiesta zu übergeben.
Madeira ist keine Badeinsel, es gibt kaum Strand auf der Hauptinsel, überwiegend Steilküste, einige Meeresschwimmbecken in denen man baden kann.
Auf Porto Santo, eine Insel zum Madeiraarchipel gehörend, gibt es den einzigen aber einige Kilometer langen Sandstrand. Die Fahrt dorthin dauert mit der Fähre etwa 1 Stunde. Allerdings ist eine Woche auf Madeira zu wenig um auch noch dorthin zu kommen.


Unser Hotel Orca Praia an der Küste westlich von Funchal .

An der Uferpromenade.
Wie schon oft, waren die ersten beiden Tage verregnet. Nach mehreren Wolkenbrüchen sind wier zum botanischen Garten in Funchal gefahren. Die Wolken verzogen sich langsam und es wurde noch ganz angenehm.


Blick auf den Hafen von Funchal. Im Vordergrung die bekannten Strelizien.

Strelizienblüte

Blühender Kaktus, das waren unzählige Blühten und ein betörender Duft.

Typisches schilfgedecktes Bauernhaus..

Palme mit Blütenständen

Hibiskusblüte

Mit dem Cable Car vom Botanischen Garten nach Monte

Die Sielbahn fährt über eine tiefe Schlucht.

Der 2. Tag begann mit Sonnenschein, wir wollten zum Encumeada Pass in über 1000m Höhe. Es zog wieder zu und begann zu regnen. So sind wahrscheinlich die meisten Tage auf Madeira, bedingt durch die Insellage im Atlantik. Vom Encumeada Pass sieht man gleichzeitig das Meer an der Südküste


und an der Nordküste. Durch die Berge geht auch ein fast 3Km langer Tunnel von Serra de Aqua nach Rosario im Norden.

Im Regen sind wir dann nach Rabacal gefahren und dort auf unsere erste Lavadatour gegangen. Lavadas sind künstlich angelegte Bewässerungskanäle auf Madeira, unter Ausnutzung des natürlichen Gefälles wird Wasser vom regenreichen unwegsamen Norden der Insel zum regenarmen Süden geleitet. Im Süden ist das Gelände besser zur landwirtschaflichen Nutzung geeignet.

Der Verlauf der Lavadas ist oft abentheuerlich an Steilhängen enlang und durch längere Tunnel. Wenn man sich also auf Levadatour begibt sollte man vorher wissen was einen erwartet. Meistens sind ausgesetzte Stellen ungesichert und die Tunnel unbeleuchtet.


Wasserfall Cascata do Risco

An der Lavada entlang ging es weiter.

25 Fontes

Beginn der Levada.

Von dort ging es weiter Richtung Porto Moniz an der Nordspitze von Madeira.


Ein Regenbogen entsteht durch Regen, An der Küste scheint dann wieder die Sonne.
Porto Moniz ist ein gemütliches Fischerdorf, hat ein schönes Meeresaquarium, ein Bad mit Meeresschwimmbecken und natürlich Gaststätten in denen man Fisch und andere Meerestiere essen kann.


Meeresschwimmbecken in Porto Moniz.

Abendstimmung an der höchsten Klippe von Madeira, Cabo Girao, 650m, mit Blick auf Funchal.
Tag's darauf, der Freitag, schien früh wunderbar die Sonne. Am Frteitag ist in Funchal der berühmte Markt, den man unbedingt besucht haben muss. Hier kann man alle Blumen und Früchte, die auf Madeira wachsen und die Fische, die im Meer um Madeira gefischt werden kaufen.


Bunte Vielfalt des Marktes

Die Bananen sind nur von der Gestalt klein der Geschmack ist großartig. Alle Farben sind vorhanden.

Degenfische werden nur um Japan und um Madeira in 600-1000m Tiefe geangelt! In fast jeder Gaststätte gibt es Degenfisch zu essen, er ist auch geschmacklich eine Dekikatesse.

In Funchal

Korbschlittenfahrt von Monte Richtung Funchal.

In der Kirche von Monte ist der letzte Kaiser Österreichs,Karl I. (1888-1922) im Exil auf Madeira gestorben beigesetzt.


Blick von Monte auf den Hafen von Funchal. Hier liegen manchmal bis zu 4 große Kreutzfahrtschiffe. Die Passagiere werden mit Bussen vom Hafen nach monte gefahren, rutschen dann mit den Korbschlitten etwa 1/3 des Weges bis nach Funchal und werden dort von den Bussen wieder abgeholt. Oben machen Fotografen Bilder, die dann am Ziel gekauft werden können.

Die Sonne schien so schön, da zog es uns in die Höhe zum Pico do Areeiro 1805m. Von dort geht eine Bergtour zum höchsten Berg Madeiras den Pico Ruivo de Santana 1861m. Mit zunehmender Höhe zog es sich immer mehr zu, oben angekommen verzichteten wir auf die geplante Bergtour.


Blick vom Pico do Areeiro Richtung Osten, in der anderen Richtung war alles in Wolken.
Wir fuhren also weiter über Ribeiro Frio (Forellenzucht) mit den Balcoes (bei guten Wetter grandioser Blick ins Gebirge) nach Santana.


Typisches Haus in Santana, war einmal, sie sind nur noch in geringer Anzahl zu sehen aber dann schon etwas verkitscht.

Am nächsten Morgen wieder strahlend blauer Himmel, wieder planten wir die Bergtour und fuhren auf den Pico do Areeiro, ddort hatten wir dann einen grandiosen Ausblick.


Los ging's.

Tausende Eidechsen sonnten sich in den Felsen.

Der Weg war an kritischen Stellen meist gut gesichert.

Im Tunnel hat unsere Taschenlampe kläglich versagt, sprich sie konnte uns den Weg einfach nicht genügend beleuchten. Zum Glück hatten wir wasserdichte Bergschuhe an, denn es ging durch viele tiefe Pfützen.

Das Ziel, der Pico Ruivo de Santana 1861m.

Auf dem Gipfel

Bonsai Heidekraut

Vulkanisch entstanden, aber wie von Hand aufgeschichtet.

Wolken zogen wieder auf und durch die Sonne erschienen wir als Geist mit Heiligenschein.

Ribeira Brava

Bananenstauden in Lugar de Baixo

Steilküste bei Calheta

Blutreizker


Agave

Steilküste bei Boca do Risco

Ponta de Sao Lourenco


Sao Lourenzo

Sonnenuntergang vom Balkon unseres Hotelzimmers.


Blick von unserem Balkon an den Pool und den Strand. Abschied nach einer Woche.